MädchenZeit    

Wandlung vom Kind zur Erwachsenen der Weg vom Mädchen zur Frau

Was die jungen Frauen nach dem ersten Jahr zu berichten haben

Clara: Es ist schön, über alles reden zu können, was einen gerade beschäftigt und dadurch oft auch mit Problemen, Selbstzweifel oder Unsicherheit besser klarzukommen. Es ist sehr angenehm als Mädchen/Frauen unter sich zu sein, sich auszutauschen und auf ganz neue Gedanken zu kommen. Die Mädchenzeit ist für mich ein Rückzugsort vor Alltag und Stress. Ich habe auch das selbstgekochte Essen sehr genossen, das irgendwie immer noch besser schmeckt als zu Hause ...

Leonie: Ich bin froh, dass ich die Mädchenzeit besuchen konnte, weil ich einfach über alles mit Ulrike und den Mädchen reden konnte. Außerdem habe ich auch gelernt, aus mir heraus zu kommen und einfach ich selbst zu sein.

Worum es geht

Sowohl Jungen als auch Mädchen brauchen besonders in der Zeit der Pubertät eine bewusste Reflektion ihrer Herkunft. Ebenso benötigen sie eine Einweihung in ihre sich verändernde Körperlichkeit und einen Wegweiser in die Zukunft. Sie brauchen eine bewusste wahrnehmende und initiierende Begleitung durch die Zeit der Wandlung vom Kind zum Erwachsenen.

Das Projekt JugendZeit richtet sich in diesem Zusammenhang an Mädchen und deren Familien.

Die Phase des Übergangs vom Mädchen zur jungen Frau ist ein mächtiger Wandlungsprozess auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Sicht- und spürbar sind die Veränderungen des Körpers, besonders der Sexualität. Das seelisch/psychisch/geistige Wachstum kann dem körperlichen kaum folgen und das kindliche Selbst-Verständnis wird permanent in Frage gestellt. Sie sind nicht „Fisch noch Fleisch“. Jedes Mädchen erlebt dies anders. Aber einfach ist es wohl für keine.

Es ist das Mysterium der Frau, Leben gewähren zu können oder nicht. Das wird für Mädchen ein zentrales Thema, das sich mit Beginn ihrer Blutung in ihrem Leben ausdehnt. Dieser Beginn soll ein freudvoller sein, eine Feier des Lebens. Damit das so gelingen kann braucht jede junge Frau Begleitung, Schutz, Zuwendung und Vermittlung von Wissen.  Besonders wichtig ist es, den eigenen Körper positiv zu erleben, eine liebevolle Einstellung zu den eigenen körperlichen Veränderungen zu entwickeln und das Körperbewusstsein zu stärken. Durch das Einsetzen der Blutung werden die Mädchen „ganz Frau“ und feierlich in den Kreis der Frauen aufgenommen. Wir „Patinnen“ (andere Frauen und ich) unterstützen die Mädchen bei der Suche nach der eigenen weiblichen Kraft. Wir wollen im geschützten Raum Erfahrungsschätze über das Frausein in all seinen Aspekten vermitteln. Von diesem Raum aus können die jungen Frauen gesehen, gestärkt und wertgeschätzt den eigenen Weg ins Leben finden.

Inhalte

In 12 Thementagen werden frauen- und mädchenspezifische Themen besprochen, erfahren und erlebt. Die 13. gemeinsame Begegnung kann ein Fest für die junge(n) Frau(en) – je nach Wunsch mit oder ohne Familie und Freunde - sein.

  • Markierung des Übergangs - Abschied von der Kindheit
  • Wahrnehmen und Annehmen des eigenen Körpers und dessen Veränderungen sowie den damit verbundenen Gefühlen und Bedürfnissen
  • Eigene Grenzen erfahren und ausloten
  • Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen
  • Entwicklung von Selbständigkeit, Selbstbehauptung und der Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen
  • Sich selbst und anderen eine Freundin sein – Kommunikation und Umgang mit Konflikten
  • Den eigenen Weg gehen - eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung dafür übernehmen


Um den Mädchen eine Zeit des Erfahrens, Erlebens und des Bewusstmachens zu ermöglichen, nutzen wir Methoden aus der Kunsttherapie, Methoden aus der Theater-, Tanz-, Stimm- und Körperarbeit, Naturpädagogik und selbsterfahrende Methoden kognitiver Wissensvermittlung. Spezifisches Wissen wird evtl. von Fachfrauen vermittelt. Es ist Platz für Singen, Tanzen, Malen, Gestalten, Spielen, Nähen, Schminken, Wandern, Theater spielen, Yoga, Meditation, Kochen und gemeinsam Essen, am Feuer Sitzen und für die Besprechung aller großen und kleinen Fragen.

Vor allem aber geht es darum, gemeinsam zu sein und zu reden.

Themen

  • Persönliche Herkunft – Familie, Land, Gesellschaft
  • Der Weg der Frauen in der Geschichte der Menschheit – bekannte und unbekannte Frauen
  • weibliche Märchen und Mythen
  • Körper – Gynäkologie und Ernährung
  • Körper – Schmücken, Kleiden
  • Zyklen in Natur, Gesellschaft und Mensch
  • Sucht, Krankheit und Tod
  • Selbsterfahrung
  • Spiritualität
  • Kreativität, Selbstausdruck und Kunsthandwerk
  • Formen gesellschaftlichen Zusammenlebens - Matriarchat, Patriarchat, Diktatur, Demokratie, egalitäre Gesellschaften
  • Formen individuellen Zusammenlebens – Single, Ehe, Familie, Gemeinschaften
  • Berufswege – Waage zwischen Lebenserhalt und Selbstverwirklichung


Fest

Zum Höhepunkt und Abschluss der gemeinsamen Zeit oder zu dem Zeitpunkt, da bei einem Mädchen die Menstruation einsetzt - werden wir ein Fest feiern, evtl. nur in der Gruppe oder mit den Familien. Dieses wird mit den anderen Mädchen der Gruppe vorbereitet. Es kann ganz unterschiedliche Formen haben, die genau für dieses Mädchen und seine Familie passen sollen.

Zeiten, Termine, Kosten und Orte

Das Projekt zieht sich über einen Zeitraum von 13 Monaten, jeden 1. Samstag im Monat (Ausnahmen werden rechtzeitig vorher kommuniziert) von 10-18°°Uhr inclusive Mittagessen.

Termine: siehe oben

Wenn ein Familienfest gewünscht wird, richten das die Familien aus.

Monatlich: 75 € inkl. gesetzliche MwSt.

Essenpauschale: 12 x 5 € inkl. gesetzliche MwSt. zu Beginn der Kurslaufzeit.

Die Begegnungen finden im wesentlichen im KunstTherapieAtelier WILDROSENGARTEN in Kleinnaundorf und seiner Umgebung statt. Für einzelne Veranstaltungen kann es andere Orte geben.

Begleitet werden die Mädchen von Ulrike Meltzer und ggf. anderen Frauen, die Erfahrungen mit dem Begleiten besonders von Frauen und Mädchen haben.



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