Was ist Raku?

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Kunst der Erde und des Feuers

Aus einem Klumpen Erde (Ton) entsteht unter unseren Händen ein Gefäß oder eine Plastik, ein kleines Totem oder große Kunst. Diese werden anschließend getrocknet, geschürt (Erstbrand, bei ca. 960°C) und glasiert (mit pulverisierten Glas und Farbpigmenten angemalt).

Beim zweiten Brand wird die Keramik im glühenden Zustand (ca. 1.050°C) aus dem holzgefeuerten Brennofen entnommen und in mit Sägespänen oder anderem organischen Material gefüllten Töpfen gelegt, die sogleich verschlossen werden. Dort bekommt der Ton sein typisches Raku-schwarz und die stumpfen Glasuren verwandeln sich in leuchtende Farben und es entstehen die Craquelé-Linien (feines oder weites Rissmuster in der Glasur).

Eine besondere Form ist das Naked-Raku, bei dem unter die Glasur eine Art Trennschicht kommt, da nur die Craquelé-Linien erzeugt werden sollen, aber die Glasur nicht auf den Ton verbleiben soll (nackt). Wenn die Keramik aus den Sägespänen kommt, wird sie mit kaltem Wasser übergossen, wodurch die Glasur abspringt.

Die Objekte sind oft porös und anfangs nicht immer wasserdicht und vor allem nicht winterfest.

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